Blogeintrag

Gas und Öl mit Chance auf technische Gegenbewegung?

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Den Gasbullen ist es trotz mehrfacher Versuche nicht gelungen, die im TTF Gas Frontjahr Wochenchart 1 eingezeichnete rot gestrichelte langfristige Abwärtstrendlinie nach oben hin zu durchbrechen. In der Folge wurde mit dem Unterschreiten der Marke von 17,60 €/MWh ein Verkaufssignal generiert, welches zu dem hier auf EnergyCharts in der Vergangenheit mehrfach hingewiesenen Vola-Breakout geführt hat.

Gestern ging es dabei im Tief bis auf 16,30 €/MWh hinab. Hier verläuft die untere Trendkanalbegrenzung des Aufwärtstrends seit dem Tief bei 12,98 €/MWh aus April letzten Jahres. In der Nähe dieses relevanten Unterstützungsbereichs sollte zunächst mit Kaufdruck gerechnet werden können, denn einige Marktteilnehmer dürften versucht sein, ihre Gewinne im Dunstkreis dieser steigenden Trendgeraden mitzunehmen. Denn nach wie vor haben wir es beim TTF Gas Frontjahreskontrakt mit einem bestätigten und bisher ungebrochenen Aufwärtstrend zu tun. Eine Erholung der Gaspreise sollte folglich nicht verwundern.

Schaffen es die Gasbullen jedoch nicht, das Ruder an dieser Stelle herum zu reißen, würde mit dem Unterschreiten dieser unteren Kanalbegrenzung, die derzeit bei 16,26 €/MWh verläuft, ein weiteres ernstzunehmendes Warnsignal erzeugt.

Stellt sich diese Situation in den nächsten Tagen ein, so sind Preisnachlässe bis in den Bereich von 15,60 bzw. 15,40 €/MWh anzunehmen, dem 23,6% Fibonacci Retracement des großen Verkaufsimpulses von 23,25 €/MWh bis auf 12,98 €/MWh.

Fakt ist allerdings auch, dass zum jetzigen Zeitpunkt noch keinerlei Anzeichen einer technischen Gegenbewegung im Tageschart 2 erkennbar sind (siehe Chart 2). Insofern spielt das Quäntchen Hoffnung für die Gasbullen an dieser Stelle wohl eine entscheidende Rolle. Ggf. hilft ein Blick auf den Öl-Chart, um ein wenig Licht ins Dunkle zu bringen.

Brent Crude an 200-Tagelinie angekommen...

Der Brent Frontmonatskontrakt hat das Kursziel aus der Formationshöhe der oberen Umkehr in Form einer steigenden Dreiecksformation bereits abgearbeitet und im gleichen Atemzug den vorläufigen  - also zweifach bestätigten - Aufwärtstrend seit dem Tief bei 27,10 $/bbl unterschritten. Dieser Trendbruch ist als nachhaltig zu bezeichnen, was perspektivisch einen neuen Abwärtstrend hervorbringen kann.

Eine Gegenbewegung scheint nun jedoch möglich, da Brent an der einfach geglätteten 200-Tageline angekommen ist und sich auf Tagesbasis ein Doji-Candle herausgebildet hat. Zudem konnte das Hoch bei 51,24 $/bbl von Mitte August zurück erobert werden. 

Auch die Elliott-Wellen-Theorie lässt im Stundenchart 4 den Schluss zu, dass ein 5-welliges Impulsmuster mittlerweile abgearbeitet worden ist und sich nun ein Korrekturmuster anschließen könnte. Das Impulsmuster würde jedoch fortgesetzt, wenn die Marke von 50,58 $/bbl im weiteren Handelsverlauf unterschritten wird.

Fazit

Das TTF Gas Frontjahr hat nach der starken Verkaufsserie nun die Chance auf eine Gegenbewegung. Gründe dafür sind folgende:

Der Gas-Kontrakt ist an seiner steigenden Aufwärtstrendlinie seit April letzten Jahres angekommen, was Kaufdruck verursachen könnte.
Brent Crude befindet sich im Tageschart an seiner 200-Tagelinie.
Brent Crude hat im Stundenchart ein 5-welliges Impulsmuster gemäß Elliott-Wellen-Theorie vervollständigt, wodurch sich im Anschluss nun eine ABC-Korrektur ankündigen könnte.
Fällt Brent Crude allerdings unter 50,85 $/bbl zurück, müsste diese Einschätzung revidiert werden und der Abwärtstrend setzt sich auch ohne Gegenbewegung weiter fort.

Ein Tagesclose beim TTF Gas Frontjahr in der Nähe der 16 €/MWh-Marke würde einen nachhaltigen Aufwärtstrendbruch klassifizieren und weiteres Downside-Potenzial eröffnen.  

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Autor: Stefan Küster

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