Blogeintrag

Kohle API#2 Frontjahr - Bären weiterhin im Vorteil?

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Das Kohle Frontjahr beendete die 40. Kalenderwoche am OTC-Markt bei 79 $/t. Nach einem Stand am Freitag den 29.09.2017 bei 77,15 $/t war somit ein Preisanstieg von 1,85 $/t bzw. +2,4 % zu verzeichnen. Das Wochenhoch lag am Donnerstag bei 81,60 $/t und das Wochentief wurde direkt zu Beginn der letzten Woche am Montag bei 77,40 $/t ausgebildet.

Der Preisanstieg bis zum Wochenhoch am Donnerstag bei 81,60 $/t kann bisher als klassischer Pullback an die Ausbruchsmarke der bestätigten Schulter-Kopf-Schulter Formation verstanden werden. Denn am Freitag prallten die Notierungen an diesem Widerstand und am mittleren Bollinger Band nach unten ab, was bedeuten könnte, dass die eingeleitete Abwärtsbewegung nach dem Trendbruch am 28.09. noch nicht abgeschlossen zu sein scheint (siehe Tageschart 1).

Die Volatilität gemessen mit dem Average True Range Indikator (ATR) von 1,52 Punkten war damit so hoch, wie zuletzt im Februar dieses Jahres. Die ATR ist ein Indikator, der die Schwankungsbreite von Rohstoff- und Terminmärkten abbildet. Das Besondere an diesem Indikator ist die Berücksichtigung von Gaps (Kurslücken) und diese waren in der vergangenen Woche im Kohlemarkt sehr ausgeprägt. Eine hohe ATR bedeutet gleichzeitig, dass bei einer Positionsnahme im API#2 Cal 18 eine "großzügigere" Stoppsetzung angebracht sein könnte, um nicht von den aktuell vorherrschenden hohen Schwankungen des Marktes ausgestoppt zu werden, obwohl man eigentlich auf der richtigen Marktseite lag. 

Ausblick 

Für die Bären besteht in der aktuellen Handelswoche 41 nun die Chance, das Kursgeschehen wieder zu übernehmen. Denn mittlerweile hat sich ein neuer Abwärtstrend herauskristallisiert, der derzeit bei 81,87 $/t verläuft (blau gestrichelte fallende Gerade in Tageschart 1). In Kombination mit der ehemaligen Ausbruchsmarke der SKS (81,35 $/t) und dem mittleren Bollinger Band im Tageschart (81,22 $/t) stellt sich den Bullen in diesem Bereich ein wichtiges Widerstands-Cluster in den Weg.

Ein Überschreiten dieser Barriere sollte folglich in jedem Fall vermieden werden, um die nach wie vor charttechnisch bearishen Aussichten nicht zu gefährden. Diese Perspektiven bekommen neuen Rückenwind, wenn in den ersten Handelstagen der neuen Woche das 23,6% Fibonacci Retracement der gesamten Hausse-Bewegung seit Mai dieses Jahres bei 79,06 $/t auf Tagesschlusskursbasis unterlaufen wird. Dieses Retracement harmoniert gleichzeitig mit dem November-Hoch des vergangenen Jahres bei 79 $/t, womit dieser Marke eine charttechnische Besonderheit zugeschrieben werden kann.

 
Von Seiten der Indikatoren stellt sich den Bären bei ihrem Vorhaben zum jetzigen Zeitpunkt noch kein Stein in den Weg. Der RSI ist nicht überverkauft und notiert unterhalb seiner 50-Punkte-Marke. Auch der MACD und seine Triggerlinie fallen in Richtung Null-Linie.

Gelingt es den Bullen jedoch, die Marke von 81,60 $/t auf Tagesschlusskursbasis zurückzuerobern, so kann von einem erneuten Angriff auf das Jahreshoch vom 20.09. bei 84,05 $/t ausgegangen werden. In diesem Fall müsste dann wohl auch der junge in blau gestrichelte Abwärtstrend zu den Akten gelegt und die charttechnische Gemengelage neu adjustiert werden.

Fazit 

Beschaffungsstrategisch
Bei Beschaffungsaktivitäten für das Kohle-Portfolio könnte eine defensive Vorgehensweise angebracht sein. Es besteht die Chance auf mittelfristig weiter fallende Preise, solange es auf Tagesschlusskursbasis nicht über das mittlere Bollinger Band bzw. das Hoch von letzter Woche Donnerstag bei 81,60 $/t hinaufgeht. Schlusskurse oberhalb von 84,05 $/t lassen den Aufwärtstrend beim API#2 Cal 18 weiter fortbestehen. Bei einer defensiveren Beschaffungsaktivität sollte jedoch auch beachtet werden, dass der übergeordnete Aufwärtstrend im Kohle-Frontjahr nach wie vor ungebrochen ist, was aus Schaubild Nr. 2, dem Kohle-Wochenchart, ersichtlich wird.
 
Risikobegrenzung
Bitte setzen Sie bei Ihren Handelsaktivitäten selbständig Ihren Stopp in Abhängigkeit von Ihrer Positionsgröße und Ihres zur Verfügung stehenden Risikokapitals!

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Autor: Stefan Küster

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