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Market Recap KW 03 - Das war die vergangene Handelswoche im Energiemarkt...

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Wochenrückblick Energiemärkte KW 03

In der abgelaufenen Woche legten alle relevanten Energierohstoffe ab Mittwoch kräftig zu. Der CO2 Dezember-Kontrakt konnte dabei mit +9,3% den stärksten Zuwachs auf 24,86 €/tCO2 verzeichnen. Aussicht auf kälteres Wetter und solide Auktionsergebnisse mit einer Cover Ratio von 2,52 trieben die EUAs nach oben. Das Strom Frontjahr Base legte 5,7% zu auf 51 €/MWh, gefolgt vom API#2 Kohle Frontjahr mit +5,3% auf 87 $/t. Das TTF Gas Frontjahr gewann 4,9% hinzu und beendete die Handelswoche bei 21,27 €/MWh. Brent-Öl legte um 3,7% zu auf 62,7 $/bbl.

Finanzmärkte

Die Aktienmärkte kennen in 2019 bislang nur eine Richtung: nach oben. Nach dem übertriebenen Ausverkauf im Dezember kann man diese Bewegung allerdings zum Teil auch auf eine technische Gegenbewegung zurückführen. Die Probleme aus dem Jahr 2018 sind in 2019 die gleichen geblieben: Konjunktursorgen, Handelskonflikt, Brexit – um nur die prominentesten zu nennen.  Die letzte Woche beendete der DAX mit einem fulminanten Preiszuwachs von 2,6% am Freitag und landete dabei erstmals seit sechs Wochen über der 11.000 Punkte-Marke. Marktbeobachter erklärten dies mit gestiegenen Hoffnungen auf eine baldige Lösung des Handelskonflikts zwischen den USA und China. Entsprechende Äußerungen aus Kreisen der US-Regierung machten im „Wall Street Journal“ die Runde und euphorisierten die Händler. Wieviel Substanz diese Äußerungen tatsächlich haben, darf durchaus in Frage gestellt werden. Am Ende kommt es wohl auf Präsident Trump persönlich an und dieser bleibt völlig unberechenbar. Dass der Druck auf ihn zunimmt, wenn mehr und mehr amerikanische Unternehmen unter der Krise leiden, steht aber außer Frage. Auf chinesischer Seite ist der Einigungsdruck nach den jüngsten Konjunkturmeldungen ohnehin bereits enorm. Die Frage wird wohl auch kommende Woche das entscheidende Thema sein.

Unberechenbar ist auch eine zutreffende Vokabel, um den Zustand der britischen Politik zu beschreiben. Wie erwartet kam es am Dienstag zu einer Ablehnung des Brexit-Deals von Theresa May durch das Unterhaus. Die Deutlichkeit der Abstimmungsniederlage hatte allerdings historische Ausmaße. Dennoch schaffte es May tags darauf, die von der Opposition beantragte Vertrauensabstimmung zu überstehen. Für eine Niederlage hätte es Abweichler aus den eigenen Reihen bedurft, und dort scheint niemand Interesse an Neuwahlen zu haben oder gar mit May tauschen zu wollen. Die Finanzmärkte reagierten besonnen auf die Ablehnung des Brexit-Deals. Das Pfund notierte im Laufe der Woche gar nahe seines Dreimonatshochs zum Dollar. Positiv an der chaotischen Lage in London werten Beobachter, dass das Parlament die Lage offenbar im Griff hat und einen ungeregelten Brexit am Ende nicht zulassen wird. Eher wird eine Verschiebung des Brexit-Termins – womöglich über die Jahresmitte hinaus - zunehmend wahrscheinlich. Positiv reagierten vor allem die EUAs, da ein Verkauf überschüssiger britischer Verschmutzungsrechte im Falle eines „No-Deal Brexits“ erwartet wurde. Zu Wochenbeginn möchte Theresa May ihren „Plan B“ vorstellen, eine Lösung wird aber nicht erwartet.

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