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Market Recap KW 50 - Das war die vergangene Handelswoche im Energiemarkt...

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In der vergangenen Woche stiegen die EUA-Preise um 15% und erreichten am Freitag ein 3-Monatshoch. Mit Verfall der Dezember-Optionskontrakte an der ICE am Mittwoch kam es zu deutlich erhöhter Volatilität und in Folge zu einem Preisimpuls bis auf 23,35 EUR / t am letzten Freitag. Die Angebotsseite ist derzeit äußerst dünn, da letzten Freitag keine Auktionen stattfanden und in diesem Jahr nur noch eine Auktion am 17.12. erfolgt, dem Tag der Erstellung dieser Ausgabe. Danach steht die nächste Auktion erst wieder am 7. Januar an. Vor dem Verfallstermin letzte Woche scheint eine Menge Nachfrage zurückgehalten worden zu sein. Die Nachricht, dass Polen im kommenden Jahr zwischen Januar und August 33% mehr Kontrakte versteigern will als in diesem Jahr, nahmen die Marktteilnehmer offenbar gelassen.

In der Folge dieses kräftigen Preisanstiegs stieg auch das Strom Frontjahr Base um 7,66%. Das TTF Gas Frontjahr um 6,14% und das Kohle Frontjahr API#2 legte 3,17% zu. Brent verlor 2,25% und beende die Woche bei 60,28 USD / Barrel. Die Vorwoche beendete Brent noch mit einem deutlichen Plus nach der Einigung der OPEC auf Förderkürzungen. Die letzte Woche begann am Montag aber direkt wieder mit Verlusten. Es scheint Zweifel zu geben, ob die OPEC in der Lage ist, die Preise zu stabilisieren, angesichts immer weiter steigender Fördermengen in den USA. Aus Libyen wurde die Schließung eines der größten Ölfelder des Landes durch eine bewaffnete Gruppe berichtet. Betroffen ist das wichtigste Ölfeld „El Sharara“ mit einer Förderung von 315.000 Barrel pro Tag.

Politisch hatte die letzte Woche wieder einige Aufreger zu bieten. Die Ereignisse rund um den Brexit spitzen sich mit der verschobenen Abstimmung im Londoner Parlament deutlich zu. Es kam zu einem parteiinternen Misstrauensvotum gegen die Regierungschefin May, das diese letztlich für sich entscheiden konnte. Wie sie aber für ihren Brexit-Deal im kommenden Jahr eine Mehrheit in London finden möchte, ist nach wie vor völlig unklar. Das britische Pfund verlor zum Euro in der Spitze 1,6% und beendete die Woche bei 0,8982 GBP pro Euro.

In Frankreich hat Präsident Macron mit teuren Zugeständnissen versucht, die teils gewaltsamen Proteste der „Gelbwesten“ zu entschärfen. Die Neuverschuldung dürfte dadurch in 2019 rund 3,2% des Bruttoinlandsprodukts betragen und damit mehr als die 3%-Obergrenze der EU. Sicherlich ein gefundenes Fressen für die populistische Regierung in Italien, die ihrerseits in Konflikt mit der EU-Kommission über ihre geplante Neuverschuldung liegt und damit keine guten Nachrichten für die Gemeinschaftswährung…

Die europäischen Aktienmärkte haben sich nach den heftigen Verlusten der Vorwoche in der abgelaufenen KW 50 leicht erholt (+0,7% im DAX). In den USA gab es eine weitere Woche mit Verlusten (-1,2% im Dow Jones). Am kommenden Freitag kann es noch einmal zu stärkeren Bewegungen kommen, wenn am sogenannten „Hexensabatt“ sowohl Future-Kontrakte als auch Optionen verfallen.

Während der neuen Woche wird mit stetig steigenden Temperaturen gerechnet. Die Windenergieproduktion wird deutlich niedriger ausfallen als vergangene Woche. Der Verbrauch wird  ab der Mitte der Woche deutlich zurückgehen.

Termine nächste Woche: Ifo-Geschäftsklima am Dienstag, US Fed Zinsentscheid am Mittwoch (Zinsanhebung scheint sicher, interessant sind die Formulierungen mit Blick auf 2019), Daten zu US-Konsumausgaben und Löhnen am Freitag, ebenso GfK-Konsumklimaindex für Deutschland.

 

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