Blogeintrag

MarketRecap (20.03.2020): Energiemärkte stabilisieren sich

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Der DAX erholte sich gestern nach der nächtlichen Ankündigung eines 750 Mrd. Euro schweren Anleihekaufprogramms der EZB am Donnerstag. Er schloss bei 8.610,43 Punkten mit einem Plus von 2 Prozent. Der Dow-Jones-Index gewann 1 Prozent auf 20.087,19 Punkte.

Energiemärkte am 19.03.2020 (Settlements & OTC)

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Auch an den Energiemärkten kam es zu einer Erholung nach den zuletzt heftigen Preisrückgängen: Das Strom Frontjahr Base konnte sich gestern stabilisieren und ging 2,51 Prozent im Plus bei 34,75 Euro/MWh aus dem Handel. Ausschlaggebend war wieder einmal der Markt für Emissionsrechte. Der Referenzkontrakt zur Lieferung im Dezember dieses Jahres stieg um 6,67 Prozent auf 16,32 Euro/t CO2, nachdem der rollierende Kontrakt auf einer wichtigen Unterstützung bei 15,10 Euro/t CO2 am Mittwoch angelangt war. Diese Marke gilt es in jedem Fall zu verteidigen, um einen weiteren Sell-Off zu vermeiden. Gemeint ist das markante Verlaufstief aus November 2018 bei 15,10 Euro/t CO2 der Kursrallye von Juli 2016 bis Juli 2019, wo am Donnerstag Gewinnmitnahmen einsetzen und einige Compliance-Käufer scheinbar ein Schnäppchen machen wollten. Denn seit dem Julihoch bei 29,95 Euro/t CO2 sind die Notierungen mittlerweile um knapp 50 Prozent gefallen und allein in dieser Woche ist ein Preisabschlag um 30 Prozent vom Hoch bei 21,50 Euro/t CO2 am Montag bis auf im Tief bei 15,05 Euro/t CO2 am Mittwoch zu verzeichnen. Panische Zustände haben folglich nicht nur den Finanz- sondern nun auch den CO2-Markt erreicht.

Aber auch die Ölmärkte konnten den massiven Preisverfall zunächst stoppen. Der Brent Frontmonat stieg um 11,21 Prozent auf 28,10 US-Dollar/bbl an, nachdem zuvor ein Tief bei 24,52 US-Dollar/bbl ausgeprägt wurde. Die Erholung an den EUA- und Ölmärkten machte sich auch beim TTF Gas Frontjahr bemerkbar. Das Kalenderjahr stieg um 0,67 Prozent auf 12,10 Euro/MWh an, nachdem es zuvor im Tief bis auf 11,95 Euro/MWh hinabging. Unterstützung findet der Gasmarkt am kurzen Ende der Terminmarktkurve von den wieder etwas kühleren Temperaturprognosen in England und Europa.

Der Kohlemarkt bleibt jedoch weiterhin ein Phänomen. Dieser zeigte sich zuletzt resistent gegenüber den weltweiten Rezessionsängsten und dem Einbruch der Ölmärkte. Umso überraschender war es, dass es beim gestrigen 13,5 prozentigen Anstieg bei Brent bei der Kohle schlussendlich bergab ging. Am Donnerstag verlor das API#2 Kohle Frontjahr 1,5 Prozent im Vergleich zum Vortag und ging bei 54,75 US-Dollar/t aus dem Handel.

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