Blogeintrag

MarketRecap (24.03.2020): Fed pumpt unbegrenzt Dollars in die Märkte – Kongress verzögert Konjunkturpaket

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Um die Folgen der Corona-Epidemie für den Finanzsektor abzumildern, hat die US-Notenbank Fed am Montag ein drittes Mal binnen kurzer Zeit reagiert und ein Anleihekaufprogramm mit unbegrenztem Umfang angekündigt. In der vergangenen Woche hatte die Fed in einer Notsitzung die Zinsen um 1 Prozent gesenkt und ein erstes Kaufprogramm für Staatsanleihen im Wert von einer halben Billion Dollar und Hypothekenpapiere im Wert von 200 Milliarden Dollar aufgelegt. Die Finanzmärkte zeigten sich von diesem radikalen Schritt jedoch nur kurzfristig beeindruckt. Der Dow-Jones-Index beendete den Handel mit -3,0 Prozent bei 18.591,93 Punkten. Auf den US-Märkten lastet derzeit vor allem, dass das „Corona-Hilfspaket“ der Trump-Regierung in Höhe von fast 2 Billionen US-Dollar im Kongress von den Demokraten verzögert wird. Ihr Vorwurf: Die Vorlage der Republikaner würde bestimmte Industrien auf Kosten der Arbeiter, Krankenhäuser, Städte und Bundesstaaten bevorzugen. Die Notenbank kann mit ihren Maßnahmen nur den Finanzsektor und große Unternehmen erreichen. Es sind die finanzpolitischen Maßnahmen, die kleine Unternehmen, Selbstständige und Privatleute dringend benötigen, um die massiven konjunkturellen Bremseffekte der Virus-Bekämpfung wirtschaftlich zu überstehen.

Auch in Deutschland starteten die Aktienmärkte mit roten Vorzeichen in die neue Woche. Die Ankündigung der Fed, die Gelddruckmaschinen unbegrenzt laufen zu lassen, beförderte den Dax intraday kurzzeitig ins Plus, am Ende schloss er jedoch mit 2,1 Prozent im Minus bei 8.741,15 Punkten. Der US-Dollar verlor gegenüber dem Euro deutlich an Wert und notierte zuletzt bei 1,0729 US-Dollar/Euro. In den vergangenen Wochen konnte der US-Dollar noch von seiner Position als Weltreservewährung profitieren, die zunehmende Staatsverschuldung und die geschmolzene Zinsdifferenz dürften weiteren Kursgewinnen jedoch auf absehbare Zeit einen Riegel vorschieben. Die Analysten der Hessischen Landesbank sehen Erholungspotenzial für den Euro bis zum Jahresende.

Energiemärkte am 23.03.2020 (Settlements & OTC)

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An den Energiemärkten ging es am Montag weiter in südliche Richtung: Das Strom Frontjahr Base verlor 1,88 Prozent auf 33,95 Euro/MWh, das TTF Gas Frontjahr gab 2,04 Prozent nach auf 12,00 Euro/MWh und die CO2-Zertifikate verloren 3,1 Prozent und beendeten den Handel bei 15,61 Euro/t CO2. Auch die Kohle konnte sich nicht so stabil halten wie noch zuletzt, das API#2 Kohle Frontjahr gab 0,72 Prozent nach auf 55,1 US-Dollar/t. Lediglich Brent Öl erholte sich, der Frontmonat handelte zuletzt bei 27,51 US-Dollar/bbl mit 1,96 Prozent im Plus.

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