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MarketRecap KW 2: Preisanstieg bei Brent lässt europäische Energierohstoffe zu Wochenbeginn kalt

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Das Börsenjahr 2019 ging sehr versöhnlich zu Ende. Die großen Krisen und Sorgenherde der Marktteilnehmer, wir erinnern uns an die Themen Handelskonflikt und Brexit, wurden im Laufe des Dezembers mehr oder weniger gelöst. Auch die Verhandlungen über ein neues Gas-Transitabkommen zwischen Russland und der Ukraine kamen auf der Zielgeraden zu einer Einigung. Für den DAX war das Jahr 2019 das beste seit Jahren und eine gelungene Wiedergutmachung für das verlustreiche Jahr 2018, das das schwächste seit der Finanzkrise 2008 war.

Der erste Handelstag des neuen Jahres, der 2. Januar, stand unter dem Eindruck der positiven Silvester-Nachricht von Präsident Trump, dass eine Teileinigung mit den chinesischen Verhandlungspartnern erzielt wurde und ein entsprechendes erstes Handelsabkommen am 15. Januar in Washington unterzeichnet werden soll. Die Märkte reagierten begeistert und der Start in das Börsenjahr 2020 schien geglückt, der Dax legte zu bis auf 13.385,93 Punkte (plus 1,07 Prozent). Jedoch bereits einen Tag später, am vergangenen Freitag, war die gute Stimmung wieder hinfällig: Die USA unter Oberbefehlshaber Trump liquidierten den hohen iranischen General Soleimani mit einem Drohnenangriff in Bagdad. Seitdem befinden sich die Märkte erneut in einem Krisenmodus, der Dax verlor bis Montagabend 1,93 Prozent und fiel in den ersten Handelsstunden nach dem Wochenende gar unter die 13.000er-Marke. Bis zum Ende des Handelstages am Montag arbeitete sich der deutsche Leitindex wieder bis auf 13.126 Punkte vor. Am Dienstagmorgen gelingt sogar der Sprung über 13.200 Zähler. Seit Bekanntwerden der Liquidierung Soleimanis hat sich Brent-Öl um 3,5 Prozent verteuert und notierte am Dienstag, 7.1. um 11 Uhr, bei 68,56 USD/bbl.

Die übrigen europäischen Energierohstoffe sind von diesen Bewegungen bislang nicht erfasst worden. Die Kohlehalden sind zwar auf dem niedrigsten Füllstand seit 15 Monaten, der milde Wetterausblick für die kommenden Wochen drückt jedoch auf die Nachfrageseite und setzt neben den Kohlepreisen auch die Strompreise unter Druck. Das Strom Frontjahr Base verlor am Montag 3,06 Prozent auf 44,35 MWh, nach einem zwischenzeitlichen Sprung um +3,53 Prozent im Zuge der USA-Iran-Eskalation am 3. Januar.

Am Dienstag, den 7.1., erfolgt die erste EUA-Auktion in diesem Jahr, was die EUA-Preise unter Druck setzen könnte. Auch die EUAs wurden am vergangenen Freitag kurzzeitig um 2,42 Prozent mit den steigenden Ölpreisen nach oben getrieben, gaben aber am Montag bereits wieder 3,41 Prozent nach und schlossen bei 24,33 EUR/t CO2

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