Blogeintrag

MarketRecap KW 4: Energierohstoffe zu Beginn der Woche weiter unter Druck

(Abbildungen nur für eingeloggte Nutzer sichtbar - siehe weitere Hinweise unten)

Am Montag blieb die Wall Street wegen des Martin Luther King Days geschlossen. Die ausbleibenden Impulse aus den USA machten sich an den Märkten in Europa bemerkbar. Der deutsche Aktienindex DAX konnte nur minimal zulegen auf 13.548,94 Punkte (plus 0,17 Prozent). Größer waren die Bewegungen hingegen an den Ölmärkten. Trotz der Einigung auf dem Libyen-Gipfel am Wochenende in Berlin mussten die Arbeiten auf zwei libyschen Ölfeldern am Montag wegen anhaltender Kämpfe und Blockaden eingestellt werden. Brent-Öl legte 1,05 Prozent zu auf 65,27 USD/bbl (Stand: 18:30 Uhr). Zwar sind die Tanklager derzeit gut gefüllt und der Weltmarkt überversorgt, die Zuspitzung von geopolitischen Krisen in Nahost kann jederzeit dennoch für kurzfristige Preisspitzen sorgen.

Das Strom Frontjahr Base verlor am Montag 0,58 Prozent auf 42,85 EUR/MWh. Der Kohlemarkt machte den Stromkontrakten zu schaffen. Das API#2 Kohlefrontjahr büßte 2,91 Prozent ein und beendete den Handel bei 60,05 USD/t. Angesichts immer günstigerer Gaspreise wird die Kohleverstromung immer unattraktiver. Das TTF Gas Frontjahr gab 2,85 Prozent auf 15,35 EUR/MWh nach. Der milde Wetterausblick und die Rekordstände bei den Gasspeichern setzen die Notierungen am kurzen wie am langen Ende der Gasterminmarktkurve weiter unter Druck. Auch die CO2-Zertifikate konnten sich dem düsteren Eindruck nicht entziehen, sie verbilligten sich um 1,34 Prozent auf 25,10 EUR/t CO2.

Am vergangenen Mittwoch wurde das Teilhandelsabkommen zwischen den USA und China unterzeichnet. Beobachter gehen davon aus, dass die Verhandlungen für ein endgültiges Abkommen weitergehen und es sich bei dem Teilabkommen zunächst um eine Art „Waffenstillstand“ handelt.

Die US-Börsen markierten in der vergangenen Woche neue Rekorde. Sowohl der Dow Jones als auch der S&P 500 und der Technologieindex Nasdaq erreichten Höchststände. Der Dow Jones schloss am Freitag 0,2 Prozent im Plus bei 29.348,10 Punkten, leicht unterhalb des neuen Rekords, der im Tagesverlauf bei knapp 29.374 Punkten markiert wurde. Auf Wochensicht ergibt sich damit ein Plus von 1,82 Prozent. Gründe für den Optimismus der Marktteilnehmer dürften nicht zuletzt gute Konjunkturdaten aus den USA und China gewesen sein. So überraschten die chinesische Industrieproduktion und die US-Einzelhandelsumsätze.

In der vergangenen Woche hat sich die Bundesregierung mit den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg auf einen Stilllegungspfad für die deutschen Braunkohlekraftwerke verständigt. In den nächsten Wochen soll die Bundesregierung diesen Pfad mit den Betreibern der Braunkohlekraftwerke und -tagebaue vertraglich fixieren. Ein Gesetzentwurf für den Kohleausstieg soll noch im Januar auf den Weg gebracht werden. Eine Verabschiedung ist bis Mitte des Jahres geplant. Es wurde beschlossen, die durch den Kohleausstieg freiwerdenden CO2-Zertifikate zu löschen. Dies gab den EUAs in der vergangenen Woche deutlich Auftrieb: Mit einem Plus von 5,08 Prozent beendeten Sie die Handelswoche bei 25,44 EUR/MWh.

Die übrigen Energierohstoffe bewegten sich gegen Ende der letzten Woche allerdings im negativen Terrain. Insbesondere Gas, welches unter rekordhohen Lagerbeständen und milden Wetteraussichten leidet, verlor massiv. Das TTF Gas Frontjahr lag am Freitag zuletzt bei 15,80 EUR/MWh (minus 5,56 Prozent auf Wochensicht). In der Folge gaben auch das API#2 Kohlefrontjahr (minus 4,48 Prozent auf 64,85 USD/t) und das Strom Frontjahr Base (minus 3,91 Prozent auf 43,00 EUR/MWh) nach.

Loggen Sie sich ein, um alle Abbildungen zu sehen. Hier kostenlosen Account anlegen.

Kennen Sie schon unseren kostenlosen MarketLetter? Mehr Infos.

 

Rechtliche Hinweise

Verantwortlich: Die Internetseite www.EnergyCharts.de wird betrieben von der EnerChase GmbH & Co. KG.

Keine Anlageberatung: Die Inhalte unserer Analysen dienen lediglich der Information und stellen keine individuelle Anlageberatung, Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Energie oder Derivaten dar.

Haftungsauschluss: EnergyCharts übernimmt in jedem Fall weder eine Haftung für Ungenauigkeiten, Fehler oder Verzögerungen noch für fehlende Informationen oder deren fehlerhafte Übermittlung. Handlungen oder unterlassene Handlungen basierend auf den von EnergyCharts veröffentlichten Analysen geschehen auf eigene Verantwortung. Es wird jegliche Haftung seitens EnergyCharts ausgeschlossen, sowohl für direkte wie auch für indirekte Schäden und Folgeschäden, welche im Zusammenhang mit der Verwendung der Informationen entstehen können.

Bitte den ausführlichen Disclaimer mit Nutzungsbedingungn und Haftungsausschluss beachten (hier klicken)!

 

Kostenloser Inhalt inklusive Chart - Nur für registrierte Benutzer

Schloss Icon

Die Charts werden mit Software verschiedener Anbieter erstellt. Deren Regularien erfordern es zum Teil, dass die Charts nur für einen geschützten Mitgliederbereich zugänglich gemacht werden. Dem werden wir gerecht, in dem wir von unseren Lesern eine Registrierung verlangen. Diese ist kostenlos und unkompliziert. Die Daten werden selbstverständlich nicht an Dritte weitergegeben.

Bereits angemeldete User klicken bitte einfach unten auf Login. Neue User klicken bitte zum Registrieren auf "Registrierung".