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Strom Cal 18 Base - Eine Analyse auf allen Zeitebenen...

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Das Strom Frontjahr Base befindet sich seit seinem Tiefpunkt bei 19,90 €/MWh im Februar 2016 in einer aufsteigenden Tendenz. Dabei wurden markante Verlaufstiefs markiert, die auf immer höheren Niveaus ausgeprägt wurden. Diese Tiefpunkte liegen bei ca. 24 €/MWh, 25,2 €/MWh und 28 €/MWh (siehe Wochenchart 1), welche für die weitere zukünftige Kursentwicklung nun wichtige Unterstützungsmarken darstellen.

Gemäß Dow-Theorie stellen steigende Tiefpunkte eine wesentliche Grundvoraussetzung für einen intakten Aufwärtstrend dar. Ebenfalls positiv zu werten ist die Tatsache, dass sich das Strom Cal 18 Base seit nunmehr fast einem Jahr oberhalb seiner 200-Tagelinie befindet, die seit September letzten Jahres eine positive Steigung einnimmt. Bereits im Juni letzten Jahres kreuzte der 50-Tage gleitende Durchschnitt sein 200-Perioden-Pendant von unten nach oben.

Dieses bullishe Kursmuster ist aus dem Finanzmarkt unter dem Begriff des Golden-Cross bekannt. Langfristig steigende Durchschnittslinien können zudem als Sentiment-Indikatoren interpretiert werden und deuten in der aktuellen Konstellation eine tendenziell bullishe Marktmeinung für das zugrunde liegende Underlying an. Wie im Chart ebenfalls eindrucksvoll erkannt werden kann, wurde die 200-Tagelinie regelmäßig als Kaufgelegenheit wahrgenommen (siehe Pfeilmarkierungen im Tageschart 2).

Auf der Oberseite ist das Cal 18 Base allerdings regelmäßig an der Marke bei 31,50 €/MWh gescheitert, sodass konstatiert werden muss, dass eine weitere Grundvoraussetzung für einen intakten Aufwärtstrend, nämlich neben den steigenden Tiefpunkten immer höher liegende Hochpunkte, nicht erfüllt ist. Auch zeigen diverse Trendstärke-Indikatoren, wie bspw. der ADX, Werte kleiner 20 an, was für eine nachlassende Trenddynamik auf der Oberseite spricht und einen Hinweis auf eine weiter andauernde Seitwärtsphase liefert. Diese Konsolidierung, in welcher der Markt nach einer Kursrichtung sucht, kann zwischen den Grenzen 31,50 €/MWh auf der Ober- und 28 €/MWh auf der Unterseite beschrieben werden (siehe gelbes Rechteck in Chart 2).

Ein Ende der Seitwärtsphase ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht in Sicht, sodass die Trading-Range noch eine Weile anhalten dürfte. Die genannten Marken stellen somit wichtige Signalgeber für die weitere mittel- bis langfristige Kursentwicklung dar. Während ein Überschreiten der Marke 31,50 €/MWh trendfolgend bullish zu werten wäre und zahlreiche Investoren auf der Longseite in den Markt ziehen dürfte, müsste das Unterschreiten der Marke von 28 €/MWh negativ interpretiert werden. Denn dann wird die aktuell laufende Konsolidierung in Form der beschriebenen Trading-Range als volatile Toppbildung eingestuft. Im gleichen Atemzug wäre auch die 200-Tagelinie von oben nach unten durchbrochen, was ein weiteres Indiz für die dann einsetzende Marktschwäche wäre. Das Mindestkursziel befände sich im Bereich der 26,50 €/MWh-Marke.

Fazit: Das Strom Frontjahr Base befindet sich oberhalb seiner steigenden 200-Tagelinie und aufgrund der immer höher liegenden markanten Verlaufstiefs bei 24 €/MWh, 25,2 €/MWh und 28 €/MWh in einem (noch) intakten Aufwärtstrend. Trendfolgende Trader/Investoren dürften Rücksetzer folglich als Kaufgelegenheit wahrnehmen wollen, um in Richtung des übergeordneten bullishen Trends zu handeln (buy the dips). Das letzte markante Hoch wurde allerdings bereits auf einer 30,70 €/MWh ausgebildet, wodurch es auf der Oberseite „verfrüht“ zu einem Angebotsüberhang kam.

Somit dürfte die Trading-Range zwischen den Grenzen 31,50 €/MWh auf der Ober- und 28 €/MWh auf der Unterseite noch eine Weile fortbestehen können und der Markt ist in diesen Grenzen mit neutral einzustufen. Steigt der Kurs allerdings über 31,50 €/MWh hinaus, wechseln wir von neutral auf bullish. Unterhalb von 28 €/MWh lautet die mittel- bis längerfristige Einschätzung bearish.

Kurzfristiges Trading - Das Tief bei 29,30 €/MWh konnte im gestrigen Handelsgeschehen zurück erobert werden. Gleichzeitig wurde die obere Trendkanalbegrenzung des dargestellten Abwärtstrendkanals, das 23,6% Fibonacci-Retracement und das letzte Hoch vom 25.4. überschritten (siehe Kreismarkierung und schwarz gestrichelte horizontale Gerade). Damit sind gute Grundvoraussetzungen geschaffen worden, dass es kurzfristig zu weiter steigenden Preisen kommen könnte, wenn es auf Stundenschlusskursbasis über 29,50 €/MWh hinausgeht. Die Marke von 29,70 €/MWh sollte dann angelaufen werden können. Unterhalb von 29 €/MWh verstärkt sich der Verkaufsdruck in Richtung 28 €/MWh deutlich, womit dieses Tief als Absicherung auf der Unterseite herangezogen werden kann.   

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Autor: Stefan Küster

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