Blogeintrag

Strom: Was tun mit der Vola am kurzen Ende?

(Abbildungen nur für eingeloggte Nutzer sichtbar - siehe weitere Hinweise unten)

EnergyCharts und EnergyWeather präsentieren eine innovative Lösung

 

Bloomberg berichtete unter der Überschrift „Looking for Volatility? Try Germany’s Shift to Renewable Energy“[1] davon, dass die Volatilität am deutschen Strommarkt durch den Schwenk zu erneuerbaren Energien mittlerweile um das bis zu 200fache höher sei, als die Volatilität an herkömmlichen Finanzmärkten. Dies mache es für die Strommarktteilnehmer unmöglich, effizient mit Risikolimiten zu arbeiten. An den Intraday-Märkten würde es langfristig sehr schwer, ohne „Algorithmic-Trading“ Profit zu erzielen. Unser Kooperationspartner Intalus GmbH wurde in diesem Artikel damit zitiert, dass mittlerweile 10% des europäischen Strom- und Gashandels von Computern automatisiert durchgeführt werden – mittels Algorithmen, die kleinste Preisbewegungen ausnutzen. Im Bond- oder Aktienbereich würden mittlerweile bis zu 50% erreicht.
 
Sicherlich sind Ihnen diese Entwicklungen nicht fremd, schließlich bestimmen Sie direkt oder indirekt das tägliche Geschäft im Energiehandel bzw. bei der Strombeschaffung. Wie aber begegnen Sie den Bewegungen am kurzen Ende? Ignorieren ist sicherlich keine Lösung. Wir möchten Ihnen jetzt gerne einen möglichen Ansatz präsentieren.
 
EnergyCharts beschäftigt sich als Technische Analyse-Plattform bekanntermaßen mit Terminkontrakten, die weiter in der Zukunft gehandelt werden, also mit solchen, bei denen die Psychologie des Marktes eine entscheidende Rolle spielt. Während die Marktpsychologie der Trader am langen Ende der Kurve also eine hohe Bedeutung für die Handelsentscheidungen hat, nimmt diese emotionale Komponente am kurzen Ende sukzessive ab und fundamentale Einflüsse auf den Preis gewinnen an Bedeutung.

Die gehandelten "Fronttage" oder "Frontwochen" stehen primär unter dem Einfluss des Wetters. Emotionen wie Gier, Angst und Panik lassen sich zwar auch hier nicht gänzlich ausklammern, treten jedoch in den Hintergrund. Neue Informationen über das Angebot aus Erneuerbaren Energien bestimmen den sich am kurzen Ende der Terminmarktkurve bildenden Strompreis. Da also die Technische Analyse am kurzen Ende der Stromkurve "versagt", möchten wir Ihnen im Folgenden heute ein Prognosemodell vorstellen, was diese Lücken schließen kann. 
 
Innovative Lösung: „Weather2Prices“ Prognosemodell
Aus den schon seit längerem geführten interessanten Diskussionen mit unserem Kooperationspartner Energy Weather aus Krefeld ist die Idee zu einem gemeinsamen Produkt entstanden: Robin Girmes, Meteorologe und Gründer der RM Energy Wheater GmbH, hat mit „Weather2Prices“ ein Fundamentalpreismodell für Strom auf Basis meteorologischer Prognosedaten entworfen, welches wir gemeinsam und exklusiv bei ausreichender Nachfrage der Marktteilnehmer über die Plattform EnergyCharts.de in den Markt einführen werden. Das Angebot richtet sich prinzipiell an die Marktteilnehmer, die nicht über eigenes meteorologisches Know How verfügen. Über EnergyCharts.de erhalten Sie Zugang zu einem professionellen Tool, um die kurzfristigen Preisentwicklungen des Strommarktes besser zu verstehen.
 
Verdichtung auf eine relevante Größe
Das Prognosemodell „Weather2Prices“ übersetzt dabei täglich die hochkomplexen und regional unterschiedlichen Wetterdaten in „Händlersprache“: Es liefert erwartete Preisveränderungen in den ersten Handelsstunden des aktuellen Tages für die kommenden 14 Tage. Dabei werden die vielfältigen Input-Daten wie Sonnenstunden oder Windgeschwindigkeiten mittels des Modells von Robin Girmes auf eine einzige, relevante Größe verdichtet - den Preis. Damit lassen sich insbesondere in den ersten Handelsstunden des Tages, wenn die neuesten über Nacht entstandenen Wetterprognosen noch nicht vollständig eingepreist sind, interessante Erkenntnisse gewinnen, die normalerweise nur den großen Marktteilnehmern mit eigenen Analyse-Abteilungen und Meteorologen zugänglich sind!

In den in dieser Mail enthaltenen Beispiel-Grafiken möchten wir Ihnen zeigen, welche Preiserwartung Ihnen das Weather2Prices-Modell um 07:45 Uhr heute morgen prognostiziert hätte. Es ist perspektivisch vorgesehen, diesen Report täglich vor Handelseröffnung auf EnergyCharts.de zu publizieren. 
 

[1] http://www.bloomberg.com/news/articles/2015-11-24/looking-for-volatility-try-germany-s-shift-to-renewable-energy [24.11.2015]

Weather2Prices "Dashboard" 

Im w2p-Dashboard erkennen Sie aggregiert auf einen Blick, welche Preisänderung das Prognosemodell für die kurzfristigen Kontrakte in den ersten Handelsstunden des aktuellen Tages erwartet. 

Weather2Prices "Forecast-Table"  

Neben dem aggregierten w2p-Dashboard bilden wir für Sie im hier dargestellten "Forecast-Table" die gehandelten Tage einzeln ab. 

Visualisierung des Base Case und der Modell-Unsicherheit

 

Bei der Visualisierung des Base Case erhält der Händler auf einen Blick ein Gefühl für die mögliche Preisentwicklung in den ersten Handelsstunden des Tages entlang der Shortterm-Curve. 

Da das Modell mit Wetterprognosen arbeitet, unterliegen die Modellaussagen der Unsicherheit, die mit der Prognose der zukünftigen Wetterlage naturgemäß einhergeht. Dieses wird dadurch zum Ausdruck gebracht, dass „Weather2Prices“ zusätzlich zur erwarteten Preisentwicklung, dem Base Case-Szenario, zwei weitere Szenarien mitliefert: das Upside-Szenario und das Downside-Szenario. Je größer der Abstand dieser beiden Szenarien, desto höher die Unsicherheit der Prognose (Grafik: Model Uncertainty).  

Auf Anfrage kostenlose Testphase
Das Modell konnte in Backtests deutlich mehr als 50% der Preisänderungen erklären. Die restlichen, nicht durch das Modell erklärten Prozente, sind auf andere Einflussfaktoren und Modellungenauigkeiten zurückzuführen.
 
Verschaffen Sie sich selbst einen Eindruck über den Einfluss des Wetters. Behalten Sie mit Weather2Prices die Kontrolle über Ihr Risiko der noch offenen Position im Shortterm-Bereich. Mit diesem Modell lässt sich ein Großteil der chaotisch anmutenden kurzfristigen Preisbewegungen erklären!

In den kommenden Wochen werden wir Ihnen das Prognosemodell näher vorstellen und Ihnen auf Anfrage eine kostenlose Testphase ermöglichen. Bei Rückfragen sprechen Sie uns gerne an unter info@energycharts.de, wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

Bitte beachten Sie unseren Disclaimer 

Renewable Outlook Parameter

In dieser Grafik können Sie erkennen, wie die Prognose des erwarteten Angebots aus Wind- und (maximaler) Photovoltaik-Leistung in Gigawatt (GW) für die nächsten 14 Tage lautet. 

 

Rechtliche Hinweise

Verantwortlich: Die Internetseite www.EnergyCharts.de wird betrieben von der EnerChase GmbH & Co. KG.

Keine Anlageberatung: Die Inhalte unserer Analysen dienen lediglich der Information und stellen keine individuelle Anlageberatung, Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Energie oder Derivaten dar.

Haftungsauschluss: EnergyCharts übernimmt in jedem Fall weder eine Haftung für Ungenauigkeiten, Fehler oder Verzögerungen noch für fehlende Informationen oder deren fehlerhafte Übermittlung. Handlungen oder unterlassene Handlungen basierend auf den von EnergyCharts veröffentlichten Analysen geschehen auf eigene Verantwortung. Es wird jegliche Haftung seitens EnergyCharts ausgeschlossen, sowohl für direkte wie auch für indirekte Schäden und Folgeschäden, welche im Zusammenhang mit der Verwendung der Informationen entstehen können.

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