Blogeintrag

Trading Psychologie - Denken Sie rational?

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Erfolgreicher (Energie-)Handel setzt ein profitables Handelssystem voraus. Ohne Fachwissen geht es nicht. Soviel ist sicher. Wer allerdings allein auf sein Fachwissen, also auf seinen Verstand setzt, wird schnell merken, dass er einen wichtigen Mitspieler außer Acht gelassen hat - nämlich seine Psyche.

Das Erfolgsgeheimnis ist die eigene Psyche
Profi-Trader gehen davon aus, dass der Trading-Erfolg zu mindestens 80 % von der Psyche bestimmt wird und investieren aus diesem Grund längst in ihre Persönlichkeitsentwicklung, ihr persönliches Stressmanagement und Emotionsregulation. Wie kommen Menschen überhaupt zu Entscheidungen? Wieso ist es so schwer, eine einmal getroffene Entscheidung (oder den aufgestellten Handelsplan) auch umzusetzen? Welche Rolle spielen meine Wertvorstellungen und Glaubenssätze? Und was hilft mir persönlich, meinen Arbeitsalltag stressfrei und somit erfolgreicher zu gestalten? Erfahren Sie in meinem mehrteiligen Newsletter Einzelheiten aus dem spannenden Bereich der Trading-Psychologie und was Sie tun können, um erfolgreicher, entspannter und sicherer an den Energiemärkten zu agieren.

Der Energiehändler- ein rationales Wesen?
Schon seit der Entstehung der Börse beschäftigen sich Menschen mit der psychologischen Analyse des Verhaltens, der Denk- und Wahrnehmungsstrukturen von Börsenhändlern. Insbesondere die Art und Weise der Entscheidungsfindung waren von Beginn an von Interesse der sogenannten Behavioral Finance. Der Wunsch, den Menschen und sein Verhalten erklärbar und somit vorhersagbar zu machen, ist allerdings noch viel älter und führte zu einem ersten Modell des Menschen als homo oeconomicus, dem ausschließlich wirtschaftlich denkenden Menschen (Ende 19.Jhrd./Anfang 20. Jhrd.).

Den eigenen Nutzen maximieren?
Demnach verhalten sich Menschen stets rational und darauf bedacht, den eigenen Nutzen zu maximieren. Obwohl Grundlage verschiedener wirtschaftswissenschaftlicher Modelle, ist diese Annahme inzwischen überholt und in vielen Experimenten widerlegt worden ist. Denn neben dem eigenen Nutzen spielen bei der Entscheidungsfindung Emotionen wie Missgunst und Neid, Moral und Fairness eine Rolle. Menschen träumen, fallen ihrem inneren Schweinehund zum Opfer, nehmen eigene Nachteile in Kauf, um ihrem Gegner zu schaden oder sind, selbst wenn sie endlich ein lang ersehntes Ziel erreicht haben, trotzdem nicht (lange) zufrieden.

Werden Sie sich einig?
Aber wie würden Sie entscheiden? Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie und ein Ihnen unbekanntes Gegenüber bekommen zusammen einen Geldbetrag von 100 € geschenkt. Einzige Bedingung: Sie müssen sich über die Aufteilung des Geldbetrags zwischen Ihnen beiden einig werden. Ihr Mitstreiter darf zuerst einen Vorschlag unterbreiten - und Sie stimmen entweder zu, dann wird der Betrag ausgezahlt, oder Sie lehnen ab - dann gehen Sie beide leer aus. Welchen Geldbetrag würden Sie annehmen? Welcher Verteilung würden Sie (noch) zustimmen - ab welchem Betrag würden Sie ablehnen und somit selbst komplett auf das Geld verzichten?

Bei 50 € / 50 € würden Sie vermutlich zustimmen, oder? Diese Verteilung wäre immerhin maximal fair. Aber was, wenn Ihr Gegenüber Ihnen nur 20 € zuteilt und für sich selbst die restlichen 80 € beansprucht? Würden Sie zustimmen oder ablehnen?

1 € wäre rational
Der rational und ausschließlich auf seinen eigenen Nutzen bedachte homo oeconomicus würde dieser Verteilung zustimmen, denn 20 € sind aus seiner Sicht immer noch mehr als 0 €. Er würde selbst 1 € noch akzeptieren. In der Praxis sieht es jedoch so aus, dass die Mehrheit der Personen ablehnen, wenn Ihnen 20 % (oder weniger) des Gesamtbetrags, also in diesem Fall 20 €, angeboten würden.

Fairness als wichtiges Bedürfnis
Dieses Experiment ist in unterschiedlichen Kulturen und mit verschiedenen, teils sehr hohen, Geldbeträgen wiederholt worden und immer zeigt sich dieselbe Grenze von 20 %. Als Erklärung gibt man Fairness als wichtiges Bedürfnis von Menschen an. Eins ist in jedem Fall sicher: rational entscheiden und handeln wir Menschen nicht. Leider auch nicht an der Börse.

Lesen Sie in Teil 2 über weitere interessante Prinzipien, die unsere Entscheidungsfindung - nicht nur an der Börse - beeinflussen und welche Schlussfolgerungen Sie daraus für Ihr Tradingverhalten ziehen können. Oder lernen Sie mehr in meinem Seminar "Die Psychologie des Energiehändlers". (klicken Sie hier)

Mentale Grüße von
Regine Küster

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