Blogeintrag

TTF Gas Frontjahr - Up-Gap "noch" nicht geschlossen...

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Nachdem uns bereits in der Vorwoche der CO2-Markt mit außerordentlichen Kurs-Kapriolen überrascht hat und dabei wichtige Widerstände aus dem Weg geräumt wurden, begann die neue Handelswoche nicht minder verblüffend. Gemeint ist das phänomenale Up-Gap im TTF Gas Frontjahr. In unserer letzten Analyse zum Gasterminmarkt machten wir bereits unsere bullishe Grundstimmung nach der Überwindung der wichtigen Widerstandszone um 16,15 €/MWh deutlich - Kohle und Gas charttechnisch unter Lupe (bitte hier klicken).

Die in dieser Analyse beschriebenen Gewinnmitnahmen an der 200-Tagelinie bzw. an der 16,70 €/MWh-Marke waren jedoch kaum spürbar. Ganz im Gegenteil: Am Montag startete das TTF Frontjahr bei 17,17 €/MWh und somit mit einem 0,19 €/MWh Up-Gap im Vergleich zum Close von letzter Woche Freitag bei 16,98 €/MWh (siehe hellbraunes Rechteck in Chart 1). 

Ebenso faszinierend ist dabei die Tatsache zu werten, dass die Bären bisher noch nicht einmal den Versuch unternommen haben, das Gap wieder zu schließen. Denn gestern schloss der Kontrakt kaum verändert bei 17,15 €/MWh. Gap-Closing sieht anders aus. 

Die nun umkämpfte 17,20 €/MWh-Marke ist in mehrfacher Hinsicht erwähnenswert: Hier befindet sich das Hoch vom 19.04.2017 in Kombination mit dem 50% Fibonacci Retracement des 6-monatigen Abwärtsimpulses von Anfang des Jahres mit Startwert 18,73 €/MWh und Endwert 15,65 €/MWh (siehe Chart 1). In diesem Dunstkreis verläuft zudem die langfristige rot gestrichelte Abwärtstrendgerade in dem in Schaubild 2 dargestellten Linienchart. Durch die Aufwärtskurslücke vom Wochenanfang gerät dieser Major-Negativtrend in ernsthafte Bedrängnis. 

Eine Überwindung dieses Trends muss charttechnisch als Kaufsignal gewertet werden, wodurch der ehemalige Supportbereich von Anfang des Jahres bei ca. 17,55 €/MWh von den Händlern anvisiert werden dürfte. Hier liegt das 61,8% Fibonacci Retracement des oben bereits skizzierten Baisse-Trends von Anfang des Jahres. Wir erinnern uns: Als diese ehemalige Unterstützungszone Ende Februar durchbrochen wurde, kam es zu einem stärkeren Sell-Off, wodurch diese Marke nun im Rahmen eines Pullbacks für die Bullen im ersten Anlauf nur schwer zu überwinden sein dürfte. Erhöhter Verkaufsdruck dürfte sich hier einstellen.

Verlassen die Bullen jedoch aufgrund der bereits stark überkauften Marktlage die Kräfte - der RSI steht bei 84 Punkten, also klar im überkauften Terrain - wäre auf der Unterseite ein erster Auffangbereich an der unteren Gap-Kante der beschriebenen Eröffnungskurslücke bei ca. 17 €/MWh ausfindig zu machen.

Ein Tagesclose unterhalb des oberen Bollinger Bandes, derzeit bei 17,05 €/MWh verlaufend, dürfte aufgrund des nicht zu vernachlässigenden Mean Reversion Verhaltens im Gasmarkt auch eine Korrektur bis zum mittleren Bollinger Band bei ca. 16,45 €/MWh einleiten können. Hier ist aufgrund des nun neu etablierten Aufwärtstrends Kaufdruck zu erwarten. Erst ein Unterschreiten der Marke von 16,15 €/MWh wäre charttechnisch dazu in der Lage, den neuen Aufwärtstrend zu beenden.

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Autor: Stefan Küster

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